18.04.2018 Workshop für die NMS Gries „Bionik – Die Natur als Erfinder“

Am 18.04.2018 machte sich Dr. Thorsten Schwerte, Zoologe und Bioniker an der Universität Innsbruck, auf den Weg zu den „Schlauen Luxen“ nach Gries am Brenner um die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen in das Forschungsfeld der Bionik einzuführen. Mit im Gepäck hatte der Forscher viele Exponate zum Ausprobieren und Experimente um Erfindungen der Natur mit einfachen Mitteln zu erforschen.

 

So wurde mit Hilfe eines durch eine Kerzenflamme erzeugten Rußflecks auf einem Objektträger eine mikrostrukturierte Oberfläche erzeugt, welche den Oberflächen eines Lotusblattes oder eines Schmetterlingsflügels sehr ähnlich ist. Und siehe da: ein vorsichtig mit einer Pipette aufgebrachter Wassertropfen perlte von der Oberfläche ab und es war gar nicht so einfach diesen auf dem Rußfleck zu platzieren.

 

Was die Schülerinnen und Schüler daraus lernten: der sogenannte Lotus Effekt hat nicht nur eine wasserabweisende sondern auch eine selbstreinigende Wirkung, denn die kleinen Noppen auf der Oberfläche von Lotuspflanzen sind an ihrer Spitze wasserabweisend, an der Basis dagegen wasserleitend, der tief in den Noppen liegende Schmutz wird so mitgenommen und das Blatt gereinigt. - Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass nichts in der Natur ohne Funktion ist.

 

Ein Blick in die Vergangenheit zeigte wie der Mensch schon immer Phänomene der Natur für technische Innovationen genützt hat: schon Leonardo da Vinci holte sich seine Ideen zur Konstruktion eines Hubschraubers aus der gedrehten Struktur eines Schneckenhauses oder unser so universell eingesetzter Klettverschluss gilt als Patent der Natur, welches auf dem Prinzip von Klettfrüchten basiert.

Der Workshop ist Teil des Projekts „Schlaue Luxe – Tirols Jugend forscht zu Licht & Energie“ und wird durch das BMVIT, im Rahmen der Programmlinie Talente regional, gefördert.